Das Müssen, das Gehtnicht und die Zeit

Dass es Normalität nicht geben soll halte ich für unwahr und wenn dem so wäre, wäre das übel. Normalität ist in meinem Kopf derzeit so erstrebenswert wie sonst nichts. Dass es nicht die eine Normalität gibt versteht sich von selbst. Viele kleine, individuelle Normalitäten allerdings, die gibt es sehr wohl. Und so eine will ich. „Mama Mama! Ich will so eine Normalität, die da, die!“. Dann auf den Boden werfen und strampeln. Auch mit 26. So eine eigene, kleine Normalität ermöglicht ein Leben, das in seiner Basis stabil ist. Würde man

jeden Kieselstein, den man sieht, genau untersuchen müssen, oder sogar vom Anblick eines jeden Kieselsteins in eine tiefe, existenzielle Krise gestürzt werden, einfach so, dann würde man sich an Kieselsteinen aufhalten, und das meiste von dem, was sonst noch so um einen herum passiert, verpassen. Ich muss jeden Kieselstein aufheben und bin gefühlt einen halben Meter vorangekommen. Ich besitze nicht genug von so einer eigenen, kleinen Normalität, um mein Leben so zu führen, dass ich mir dabei nicht immer wieder selbst im Weg stehe oder mich selber umrenne, ohne mir danach aufzuhelfen. Meistens renne ich sogar nochmal drüber. Lachend. Manchmal kommt die Normalität zu Besuch und dann lebt es sich ganz schön gut, manchmal fast sorglos und so, dass ich mich frage, warum ich überhaupt mal traurig war. Aber meine eigene, kleine Normalität ist wie ich: sie tut sich schwer mit Beständigkeit. Umgeben von zu viel (Schein-)Besonderheit wurde meinem Ich über Jahre hinweg gewieft subtil eingearbeitet, es müsse etwas auch so etwas Besonderes sein, oder wenigstens werden. „Da steckt so viel Potenzial in mir“. Sätze, die mich lähmen wie sonst nichts. Was, wenn ich da nie drankomme? Das allein ist schäbig und gemein. Zweifach schäbig und gemein deswegen, weil sich bereits im Laufe meines Hirnzartalters die entgegengesetzte Feststellung eingebrannt hat, und das ist die, die mir bei wirklich jeder Aufgabe, ob neu oder alt oder groß oder winzig, mit der überzeugendsten, von allen Zweifeln befreiten Stimme ins Ohr fetzt: „Das geht nicht.“

Kein Ausrufezeichen. Nur ein Punkt.

Weil das feststeht.

Das ist ausgesagt, das muss nicht ausgerufen werden, so fest steht das.

Als Steigerung gibt es dann noch: „Das geht nicht. Wie soll das gehen? Das geht nicht.“

Ich muss also besonders sein. Das geht nicht. Wie soll das gehen? Das geht nicht.

„Ich muss eine 60.000 Zeichen lange Abhandlung schreiben.“ - „Das geht nicht.“

„Dann aber wenigstens eine Hausarbeit.“ - „Das geht nicht.“

„Ja aber, also.. ging das nicht schon ein paar Mal?“ - „Egal, das geht nicht.“

„Ich muss aber irgendwann mal mit dem Studium fertig werden.“ - „Das geht nicht. Wie soll das

denn gehen? Das geht nicht.“

„Dann brech’ ich die ganze Schose eben wieder ab und mach was Neues.“ - „Das geht nicht.“

„Alles klar. Gut. Dann hau ich ab, mache was das Inmirdrin will und bleibe irgendwie am Leben.“ -

„Das geht nicht.“

„Wochenendurlaub dann vielleicht mal?“ - „Geht nicht.“

„Was geht denn?“ - „Nichts geht.“

„Ich würde eigentlich am liebsten mal ein kleines Café aufmachen, das sich mit Fotografie paart, und mit Kunst, und ich will Kuchen backen und Menschen umsorgen.“ - „Das geht nicht. Wie soll das gehen? Das geht nicht.“

„Ok, dann würde ich wenigstens gerne mal irgendwo angestellt sein, um halt dieses Geldzeug zu verdienen, für um weil Leben können müssen.“ - „Das geht nicht.“

„Kann ich dann einen irgendeinen Job bekommen, um wenigstens erst später arm zu sein?“ - „Geht nicht.“

„Ich will doch irgendwie einfach nur klarkommen.“ - „Das geht nicht.“

„Ok, dann sehen wir uns nach dem nächsten Zusammenbruch, du äußerst fruchtbares Stimmenwesen, das mehr in mir wohnt, als Teil von mir zu sein, aber nicht im Geringsten

beabsichtigt, seine Wohnung zu räumen und den Messi-Lifestyle richtig hart durchzieht.“ Abgesehen davon, dass ich Menschen seit einigen Jahren nicht mehr verstehe, frustrieren sie mich. Vor allem die, die davon erzählen, dass sie „ja auch mal total erfolglos klein und verzweifelt waren“, dann aber in so einer Art Erleuchtung die Idee, den rettenden Gedanken oder sonst ein/e/n Den/Die/Das hatten, der/die/der dann alles plötzlich umgedreht und ihr Leben auf einen Schlag wunderbar und erfüllt gemacht hat.

Dass ich mich echt nicht durchweg für den Käsesahnekuchen, den andere Menschen auf Platinplatten serviert bekommen, freuen kann, während ich kopfüberhängend rhythmisch in ein Glas mit rosa Glitzermarmelade eingetitscht werde, und zwar so, dass ich das gerade noch bewusst mitkriege, macht mich übrigens auch zu einem unheimlich schlechten Menschen. Und das glaube ich sogar noch. Und deswegen fühle ich mich auch noch für’s Einschlechtermenschsein schlecht, weil der ganze andere Kram, der reicht noch nicht.

Warum geht das bei denen? Bei denen Menschen. Wie machen die das? Das geht doch nicht, wie soll das gehen? Warum sind die denn stark genug, um ihrer Angst vorm Scheitern das Hirn zu bieten, oder wenigstens das Herz, oder den Bauch, oder den kleinen Zeh? Und woher haben die das Geld? Und woher wissen die, wie man allsowas anfängt, was man tun muss, um große Ideen zur Welt zu bringen, oder kleine? Und wie machen die das mit den Steuern, und den Ämtern, und dem Telefonieren? Oh Gott, telefonieren. Und mit den Menschen, den anderen, die sich da alle bewegen und Sachen machen und Sachen sagen, so völlig außerhalb des eigenen Kontrollraums, und von denen die meisten nur einen

hübschen Lebenslauf sehen wollen, auf dem steht, dass man schon mit minus drei Jahren den Master geschafft, achzig Praktika absolviert und fünfzehn Jahre Berufserfahrung hat?

Und überhaupt. Das geht nicht. Wie soll das gehen? Das geht nicht. Ich hab auch Ideen, richtig tolle sogar. Aber die gehen nicht, scheitern im Keim; oder an solchen Dingen wie Zahlen. Das muss man sich mal vorstellen. Zahlen.

Eingeschüchtert fühlt sich der Mensch ohne Psychenhaut heute an erster Stelle. Und in Anbetracht des allgegenwärtigen Überangebots an stolperimmunen Pralinenmenschen, die nicht nur dauerhaft wunderschön sind, sondern auch wundererfolgreich und wunderbeliebt, würde ich manchmal gerne "diesen Tisch hier kaputt machen", meine sieben Sachen packen — und ich meine sieben — und in ein kleines Dorf auswandern, um dort in einer Traditionskonditorei in einem kleinen Fachwerkhaus, in der liebe, alte Menschen dienstags Bingo spielen, Kuchen zu backen und Kaffee zu servieren, was genügen würde, um in einer schiefen Dachwohnung zu residieren, ohne Internet, mit Büchern und Stiften und Fotoapparat, um mir irgendwann selbst hallo sagen zu können. Aber ich muss. Und was ich genau muss ist Sachen machen müssen und Sachen sein müssen und können müssen und dürfen müssen und müssen können und können dürfen und dürfen können und dürfen dürfen und müssen dürfen können.

Ich muss schön sein, ich muss jung sein, für immer auch, und ohne müde zu werden. Ich muss Sport machen, Yoga und Pilates und Joggen, mindestens. Ich muss Leinsamen essen und getrocknete Superfruits, ungezuckert, weil Zucker macht krank. Ich muss fünfhundert Portionen Gemüse am Tag essen und Smoothies muss ich trinken (grüne). Ich muss Eiweiß und ich muss keine Kohlehydrate. Ich muss mir alles selber frisch kochen oder bei Jungstardesignertrendküchenköchen kaufen und ich muss mir keine Tiefkühlpizza machen, nie,

und überhaupt, Weißmehl, das darf man nicht, weil irgendwie Zucker auch wieder und das v-e-r-k-l-e-b-t dir deinen gesamten Darm! Ich muss schreiben, ich muss lesen, Bücher, alle, und Zeitungen, aber nur schlaue, ganz, immer. Ich muss mir außerdem zwei Foto- und Designzeitschriften aus fünfmillionen auswähen, damit ich auf dem Laufenden bleibe, weil sonst laufe ich direkt in mein Verderben. Ich muss keinen Kaffee trinken, sondern Tee, grünen, unaromatisiert, weil sonst ist das Quatsch und sonst ist man dumm. Ich muss ohne Alkohol Spaß haben. Ich muss mir keine Tampons kaufen, weil die sind jetzt giftig. Ich muss mir einen Mehrweg-ToGo-Becher holen, aber ich habe vergessen, dass ich das doch nicht

muss, weil ich keinen Kaffee trinken muss, sondern Tee, grünen, unaromatisiert, aus einer Tasse ohne Henkel, in einer Teezeremonie, und danach muss ich meditieren, im Lotussitz, und dabei muss ich atmen, und meine Daumen müsse sich berühren und das muss bequem sein und meine Gedanken muss ich ziehen lassen. Ich muss mir regelmäßig die Hornhaut von den Füßen schaben und die Nasenhaare schneiden, und den Bart, den ich nicht haben müssen darf, schließlich bin ich eine Frau. Ich muss Freunde haben, viele, und dazu muss ich vor allem nicht ich sein, weil das sonst nicht geht, das weiß ich aus Erfahrung, weil das geht nur wenn man leicht ist, zu handhaben, meine ich. Ich muss gerade sitzen, weil ich meine Organe sonst einquetsche und dann ist es auch kein Wunder, dass ich immer Blähungen habe. Ich muss auf dem Laufenden bleiben. Ich muss im Kopf mal endlich gesund werden, weil ich sonst bald im Ganzen krank bin, wegen der Psychosomatik und so. Ich muss mich strukturieren, meinen jeden Tag, meine jede Stunde. Ich muss nicht fernsehen, sondern hörbüchern, aber nur kluge Sachen, kein Bibi Blocksberg. Ich muss mein Gedächtnis trainieren, ich muss meine Schritte zählen, ich muss Electro hören, und alles andere, aber vor allem Electro, nur keinen Schlager, nie. Nur zu Karneval. Aber da muss ich nicht hingehen, da muss ich stadtflüchten, weil da sind ja alle dumm, und dass sonst auch alle dumm sind zählt nicht, weil da sind sie ja nicht betrunken und verkleidet, sondern nur betrunken. Ich muss meine Allgemeinbildung bilden, mir eine zweite suchen, und sie sich paaren lassen, weil eine nicht reicht. Ich muss mich glücklich schätzen, denn Anderen geht es schlechter, und überhaupt sollte ich mich schämen. Auch dafür, dass ich mir immer noch Einwegpfandflaschen hole, obwohl ich weiß, dass die umweltschlecht sind und mich außerdem das Plastik ganz langsam vergiftet. Ich muss helfen: Vögeln, Walen, Schweinen, Menschen, mir. Ich muss mich nicht so viel um mich selbst drehen, weil das ist Selbstbeweihräucherung und das tut man nicht, weil man muss ein Teil des Allklumpens sein, weil sonst ist man ein egozentrischer Kackidiot. Ich muss französisch sprechen, und spanisch und schwedisch. Ich muss aufpassen, was ich anziehe und ob ich mit dem linken Fuß zuerst in die U-Bahn einsteige, weil das alles über mich erzählt. Ich muss endlich mal ein Praktikum machen und eigentlich drei auf einmal, weil ich muss referenzen und lebenslaufen, weil sonst kriegt man keinen Job und dann ist man offenbar nichts mehr wert. Ich muss Kontakte aufbauen und pflegen, weil wegen und sonst. Ich muss digital und ich muss analog. Ich muss alles und ich muss alles gut und vor allem muss ich alles besser als alle anderen und ich muss nicht aussuchen dürfen und ich kann, darf, muss nicht mehr wissen, wie ich dürfen können und müssen voneinander unterscheiden kann und was nun gut für mich sein muss und kann und darf und ist. Das geht nicht. Wie soll das gehen? Das geht nicht.

Ich muss ein Mensch unmenschlicher Kräfte sein, ich muss lächeln, immer, auch hinter dem vorderen Lächeln, und hinter dem zweitvorderen sowieso. Und ich muss nicht traurig sein, nie, ich muss nämlich immer fröhlich sein, damit ich immer funktionieren kann, weil ich das muss, weil das alle müssen, weil unsere Welt so funktioniert. 

Dass diese Welt aber nur so tut, als würde sie so funktionieren, merkt merk-würdiger Weise keiner. Darüber muss man sich wundern in Anbetracht dessen, dass einem als Patient zweiter K(l)asse bei jeder Psychotherapiepraxis eine Wartezeit von mindestens fünf Monaten genannt wird. Auch wenn man im wohl trostlosesten Praxisgang der Welt steht und weint, weil nichts mehr geht, übrigens.

Die Welt funktioniert nicht, weil jeder bei Allem und keiner mehr bei sich ist, und jeder wundert sich und keiner merkt was und alle müssen lächeln, und alle müssen schnell sein, und vor allem schneller als alle anderen. Besser außerdem, in Allem, und klüger und schöner und, und gesünder und jünger als sie selbst sind. Und alle sind fröhlich und jeder geht kaputt und ich will da nicht mehr mitmachen, aber ich muss mitmachen müssen, aber weil ich nicht mehr mitmachen müssen kann, muss ich mir überlegen zu gebildeten, erfolgreichen Menschen in bedeutungsvoller, weißer Kleidung mit bedeutungsvollen, rechteckigen Namensschildchen zu gehen, die sich sich in ihrem Turbostudium die menschliche Psyche angeschaut haben, und die Gehirne wie meines, die es nicht gibt, weil es Gehirne wie meine so nur in ganz anders gibt, zu kennen glauben, weil sie da sowas in Büchern gelesen haben, damit sie mir dann erstmal Tabletten geben können, die alle unterschiedlich gleichen Gehirne vereinheitlichen, indem sie die Hormonregale abstauben und neu ordnen, damit ich wieder mitmachen können muss. 

Und dann wird die Psyche eingerenkt und ich weiß das knackt noch viel lauter als wenn der Rücken nicht stimmt, und danach ändert sich dann doch meistens nichts. Und selbst wenn das kurz hilft: was passiert, wenn ich dann nach einem halben Jahr Wattierung wieder ausgewildert werde? Dann verabschiede ich die Tabletten, und dann kommen die ganzen Pralinenmenschen wieder, und außerdem die Müssens und Dasgehtnichts und Dasgehtsnichtwiesolldasgehens. Die wollen auch nicht, dass man sie aufdröselt. Wenn man nämlich versucht sie aufzudröseln, verändern sie ihre Gestalt, so ähnlich wie Grippeviren. Und wenn man überhaupt eine realistische Aufdröselungschance will, dann geht das nur ohne Wattierung. Aber das kostet Zeit, und obwhohl es die gar nicht gibt, haben wir sie nicht, das sagen mir immer alle, und deswegen dann die Wattierung bei Menschen in bedeutungsvoller, weißer Kleidung mit bedeutungsvollen, rechteckigen Namensschildchen.

 

Das Problem mit dem Phantom Zeit ist, dass man plötzlich irgendwann merkt, an wie viele Dinge man sich bewusst erinnern kann, und wie weit einige davon schon hinter einem liegen, sich aber noch so nah anfühlen, weil man sogar noch die Gefühle nachfühlen, die Berührungen nachspüren, die Gerüche nachschmecken und die Geschmäcker nachriechen kann, als würde das Erinnerte gerade jetzt passieren. Das verwirrt und das zerreißt. Und da diese Erinnerungen mit zunehmender Lebenszeit unausweichlicherweise immer mehr werden, scheint sie immer schneller voranzuschreiten. Irgendwann dreht man sich, ausversehen oder unausversehen, um und da liegt dann, schon ganz schön weit weg, die Jugend, als kleiner, großer, unberechenbar brodelnder Funkelfarbhaufen. Und dann fährt so ein ziehender Nostalgieschmerz durch die Knochen und man spürt plötzlich das Raster, das man sich über die Jahre irgendwie unbemerkt übergestreift hat, und all das Körperliche, das nicht mehr so ist wie damals, obwohl man glaubte, das alles doch eigentlich die ganze Zeit genau beobachtet zu haben. Und man sieht die ganzen leeren Gleise der Züge, die schon abgefahren sind. Die momentane Position ungewiss, aber in zehn Jahren 36. Meine Schwester ist dann 46, was schon fast 50 ist, was bedeutet, dass man selbst in nicht allzu ferner Zukunft auch 50 sein wird, und einen Tag später dann 60, von wo aus man dann echt schon langsam bis zum Ende gucken kann, ohne es wirklich sehen zu können, weil das Ende sehen können so ist, als würde man wissen, wo das Universum endet, und was danach kommt. Wenn man dann noch daran denkt, wie viel Schmerz da noch kommt, wie viel Menschenverlust, dann wird diese überschnelle Rennzeit mit klebriger Ewigkeit vermischt und ich weiß nicht, was es Grausameres geben könnte, als etwas, das einem unter Schmerzen auf ewig ungreifbar durch die Finger rinnt.

Sobald man also merkt, wie lange man schon bewusst eigene bewusste Erinnerungen zurückerleben kann, merkt man, wie die Zeit, unsere Zeit, vergeht, und wie irrsinnig schnell sie das tut – wie ein Betrunkener auf dem Fahrrad, der nach Hause will, weil alles plötzlich so scheisse kalt und echt ist, wo in der Bar eben noch alles so schön spaßig und dumpf und warm war, und wo es noch keine Zeit gab. Die Zeit dort, wo sie nicht als Zeit empfunden wurde, scheint schon so weit zurückzuliegen, aber der Weg nach Hause ist trotzdem noch so weit und gleichzeitig viel zu kurz, weil er in einem Tempo passiert, das für den gegenwärtigen Geisteszustand eindeutig zu schnell ist, und in einer Entschlossenheit, deren Willen nichts entgegenzusetzen ist, obwohl da zu Hause am Ende nichts ist. Also hätte man vielleicht wenigstens auf dem Weg noch was mitnehmen sollen, was man jetzt noch kann, aber nicht für immer, weil man irgendwann da ist, was man allerdings auch so lange so weiterdenken kann, bis man tatsächlich da ist, und dann kann man wirklich nichts mehr mitnehmen.

Ich selbst bin gerade aus der Bar rausgekommen und auf mein Rad gestiegen. Ich hätte noch absolut gute Chancen, was vom Weg zu sehen und ihn für Dinge zu nutzen, für lustige, für traurige, für schöne und für alle anderen adjektivigen.

Aber ich halte mich an einem Kieselstein auf,

und ich kann nicht anders.