05-02-2021
Gastbeitrag für Reisen Reisen – Der Podcast.
25-10-2020
Wenn es mir schwer fällt, ein Thema zu greifen, hilft mir oft die Etymologie weiter. Nicht so beim Wort Neid. Der tatsächliche Ursprung ist unsicher, und ansonsten hagelt es Begriffe wie Hass, Missgunst, Streit, Feindschaft, Verdruss, Grimm, Groll. Auch jenseits der Wortwurzeln wird’s nicht netter. Sünde, toxisch, zerstörerisch, Egoismus, Narzissmus, diverse weitere unschöne -ische und -muse, und dieses furchtbar beklemmende Bild von Giotto di Bondone: Eine Schlange als Neid zerfrisst...
06-03-2020
Wer minütlich zwischen den Bildschirmen wechselt, in to-do-Listen untergeht und dabei vergisst zu atmen, zu essen, zu sprechen, zu schweigen, zu schlafen, zu träumen – wobei ‚wer‘ in etwa ‚wir alle‘ meint – kann sich schon mal erschrecken, sobald er daran erinnert wird, dass er lebt, als Mensch, „in die Welt geworfen“, ohne tatsächlichen Plan, zutiefst verletzlich, außen wie innen. Insbesondere dann, wenn er auf eine Weise daran erinnert wird, die eine direkte Bedrohung für...
28-02-2020
Seit ungefähr einem Jahr darf ich für Michael und Jochen von Reisen Reisen – Der Podcast arbeiten. Wobei sich 'arbeiten für' in dem Fall wie 'arbeiten mit' anfühlt. Danke dafür an dieser Stelle. Seit Kurzem gibt's auf der Reisen Reisen Homepage den Gästeblog. Hier werden immer mal wieder Beiträge von anderen Menschen geteilt, die Lust haben, was über's Reisen von sich zu geben. Und natürlich habe ich auf die Frage hin, ob ich nicht auch Lust hätte, was zu schreiben, ja gesagt....
30-01-2020
Ebenso, wie Melodien im Kopf nicht wirklich klingen und die Vorstellung von blau nicht wirklich blau ist, folgen Gedanken keiner Grammatik. Dass man einen Gedanken niemals eins zu eins in irgendeine Sprache übersetzen kann – eines der wenigen Dinge, an die ich glaube. Übersetzung heißt immer auch Verlust. Sobald ich einen Gedanken auf irgendeine Weise aus mir heraus in die Welt schleuse, verändert er sich, verliert Teile – und gewinnt neue dazu. Allein im Moment seines Aufkommens ist er...
02-10-2019
Säftetalk.


27-07-2019
improper pleasures, imperfect strangers. i shouldn't even know, i shouldn't know, i shouldn't know. Manchmal ist es genau eine Stelle, die einen ganzen Song ausmacht. Kann man sich das Leben als so einen Song vorstellen? Oder muss man es eher als eine Art Playlist verstehen? Im ersten Moment neigt man vielleicht dazu zu denken: Playlist. Weil – dann gibt's ja mehr solcher Momente. Denkt man das dann aber weiter, ist es vielleicht so: Wenn es nur einen Moment gibt, der den ganzen Song...

27-12-2018
Ein seltsames Gefühl ist das, das einen durchströmt, sobald man sich bewusst macht, dass man manche Menschen schon zum letzten Mal gesehen hat. Und damit meine ich nicht die Unmengen von Menschen, die man jeden Tag sieht (ohne sie tatsächlich zu sehen), indem man ihren Weg kreuzt, auf irgendeine Art und Weise (, obwohl das auch zu einem interessanten Gedankengang führen würde, aber den gehe ich heute nicht). Wie viele das wohl so sind, an einem, sagen wir: „gewöhnlichen“ Tag? An einem...
17-11-2018
Keiner ist mehr da...

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