18-08-2021
Man kann nachts um halb vier durch Bielefeld laufen und dabei fast keinen Menschen begegnen. Ein Paar, ein Mensch ohne Obdach, ein Mensch auf dem Rad. Das war's. Autos zählen nicht. Autos, die durch die Nacht schleichen, sind wie eigenständige Wesen. Auf den parkenden glitzern feine Perlen. Es muss genieselt haben vor einer Weile. Ganz zart. Straße und Gehweg sind trocken. Die Luft ist mild und frisch. Sie duftet, mitten in der Stadt duftet sie. Es ist so leer und friedvoll, dass selbst ein...
12-07-2021
Ich sitze weinend vor meinen vier gepackten Umzugskartons. Den ersten habe ich vor etwa drei Stunden gepackt, bei schwungvoller Nach-Vorne-Musik. „Küche“ hab ich draufgeschrieben. In diesem Karton befinden sich eindeutig Küchenutensilien. Die zweite und dritte Kiste haben das sich entwickelnde Chaos angedeutet. Bilder und Bücher, dann Bilder und Bücher und Kleinkram, der so rumlag. Es lief noch immer „Nach-Vorne-Musik“, so im Großen und Ganzen, aber ich steuerte sie ganz und gar...
05-04-2021
After Nonsensgelb-Hour. Mit weniger Scheißebrei.
04-04-2021
Wild-wütende Gedankensammlung, weil mein Kopf überquillt. Geschrieben während einer depressiven Phase – Basis für „Turnübungen für Probleme“.
03-04-2021
Nächtliche Notizen
02-04-2021
Morgens halb vier in Deutschland.
Spleen
19-03-2021
Wie ich einst beim Brötchenkauf einen Spleen attestiert bekam – ein Gedankenkonglomerat über mein Vegansein, das keins ist, und alles andere.

05-02-2021
Gastbeitrag für Reisen Reisen – Der Podcast.
25-10-2020
Wenn es mir schwer fällt, ein Thema zu greifen, hilft mir oft die Etymologie weiter. Nicht so beim Wort Neid. Der tatsächliche Ursprung ist unsicher, und ansonsten hagelt es Begriffe wie Hass, Missgunst, Streit, Feindschaft, Verdruss, Grimm, Groll. Auch jenseits der Wortwurzeln wird’s nicht netter. Sünde, toxisch, zerstörerisch, Egoismus, Narzissmus, diverse weitere unschöne -ische und -muse, und dieses furchtbar beklemmende Bild von Giotto di Bondone: Eine Schlange als Neid zerfrisst...
03-05-2020
Sich zum Thema Feminismus zu äußern ist zu einer Angelegenheit geworden, die Mut erfordert. Jede noch so geringfügig kritische oder unbedarfte Äußerung kann in eine der unzähligen Schusslinien verirrter Ambitionen führen. Eine Information verpasst, eine Metaebene übersehen – und-raus-bist-du. Wo zu Beginn eine gehaltvolle Absicht gestanden haben mag, bleibt dann nicht mehr als von entarteten Ideen getragener Krawall, der im Nichts verebbt. Und so drängt sich die Frage danach auf,...

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