Artikel mit dem Tag "Zeit"



18-05-2018
...wollte ich mir schon, als er im Kino lief, angeschaut haben. Wie so oft, wenn man 'was wollte‘, hat das nicht geklappt. Vorgestern ist er mir in DVD-Form wiederbegegnet. Auf dem Cover steht unten »Zeit ist alles.« Wenn es um Zeit geht führt das mit ziemlich großer Sicherheit dazu, dass ich es, was immer es ist, haben will.. hören will, lesen will, sehen will. Ich bin mitunter dazu geneigt zu glauben, der Ursprung fast all meiner Ängste liegt darin begründet, wie sehr ich die Zeit...
28-01-2018
Müsste ich mich auf eine Sache festlegen, die mich als Menschen ausmacht, würde ich mich entscheiden für: eine überwältigende Sehnsucht nach etwas Echtem, das von Dauer ist – als Sicherheitsgurt mit Lavendelsäckchen in diesem komplett irren Leben. Dabei gibt es leider zwei Probleme: 1.) Sicherheit ist eine Illusion (immer) Das schüchtert die Sehnsucht allerdings nicht ein; lässt nur ihren Romantiktrotz aufleben. Egal, wie sicher Beziehungen scheinen – sie sind es nicht, nie. Das mag...
20-12-2017
Zeit, du verrücktes Stück.. Immer noch keine Ahnung, was das eigentlich ist. Immer noch Zweifel an diesem Konstrukt. Immer das Gefühl, das Leben dauert nur eine Millisekunde. Immer Angst, nicht richtig zu leben, irgendwas zu verpassen, aber immer Quatsch. Der eigene Kern, der bleibt ab einem gewissen Punkt immer gleich, nur eben das Gefäß nicht, sage ich. An dieser Stelle will manch einer sicher impulshaft protestieren. Klar – man sammelt Erfahrungen, sammelt Narben, lernt dazu, oder...
18-12-2017
Der 31.Dezember, also Silvester, wird auch Altjahrstag genannt. Das ist so eine Sache, die man irgendwie nicht weiß, einem aber plötzlich total einleuchtet, wenn man daran denkt, dass der 1.Januar Neujahrstag heißt. Das ist außerdem so eine Sache, die egal ist. „Der Silvesterabend wird häufig in Gesellschaft begangen.“, steht bei Wikipedia. Ich bin halt Nonkonformist. Geböllert und gefeuert wird, um böse Geister zu vertreiben. Meine Geister hat das nie beeindruckt, deshalb habe ich...
22-06-2017
Erste Male begleiten uns unser ganzes Leben lang. Als Kleinkind besteht unser Leben quasi nur aus ersten Malen, und mit zunehmendem Alter nehmen sie ab. Vielleicht stimmt das aber gar nicht. Vielleicht muss man dann nur immer genauer hinsehen, weil sie kleiner werden, die ersten Male, oder komplexer, oder irgendetwas anderes, wofür mir gerade noch kein Wort einfällt. Ich habe mir heute möglicherweise und sogar wahrscheinlich das erste Mal meine Schuhe so zugebunden, wie ich es eben heute...
20-06-2017
Hallo, mein Name ist Julia, und ich hasse Sprichwörter. Sie sind erweiterungsbedürftig. Alle. Ich würde sagen, wer immer rastet, der rostet. Man muss auch mal rasten, weil sonst passiert Abnutzung und Ausleierung. Wer zu viel rastet, der rostet. Wer nie rastet, leiert aus. So ist das nämlich. Es geht, wie immer, wenn etwas Heilsames dabei rumkommen soll, um Balance. Nicht, dass ich darin Experte wäre, jedenfalls nicht in der Praxis. In der Theorie.. ja doch, da würde ich sagen, bin ich...
11-02-2017
Heute ist so ein Tag, da fehlt mir das alles. Da möchte ich das Leben zurück, das mir besser gefallen hat, und kann nicht begreifen, wie der andere blassschwarze Fleck Mensch mich so schnell ausschneiden konnte, und wieso ihm das Bild so immer noch besser gefällt. Warum das Bild nur mich panisch macht. Und ich darf ja auch nichts tun, und ich will auch nichts tun, weil ich immer nur wollte, dass der andere Fleck möglichst immer so glücklich ist, wie er es sein kann, in dieser Welt, die...
09-12-2016
Dass es Normalität nicht geben soll halte ich für unwahr und wenn dem so wäre, wäre das übel. Normalität ist in meinem Kopf derzeit so erstrebenswert wie sonst nichts. Dass es nicht die eine Normalität gibt versteht sich von selbst. Viele kleine, individuelle Normalitäten allerdings, die gibt es sehr wohl. Und so eine will ich. „Mama Mama! Ich will so eine Normalität, die da, die!“. Dann auf den Boden werfen und strampeln. Auch mit 26. So eine eigene, kleine Normalität ermöglicht...
09-05-2016
Mein Speicher ist so übervoll, dass ich selbst Dinge, die ich tun will, nicht mehr tue. Ich habe eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie ich dieses Lebensding gerne führen würde, weiß aber beim besten Willen nicht, an welchem Faden, der aus diesem gigantischen Knäuel Ringelwolle, ich ziehen soll, um den richtigen Anfang zu machen. Deshalb ziehe ich aus Angst, einen flaschen zu wählen, lieber an gar keinem, und jage stattdessen Staubmäuse, die sich auflösen, sobald man sie zwischen...